Belianske Tatry
© Marcin Białek / CC BY-SA 4.0

Wandern · Vysoké Tatry

Belianske Tatry

Ždiar

Die Belianske Tatry sind ein Gebirgszug der Ostslowakischen Tatra im Nordwesten der östlichen Slowakei. Im Gegensatz zu ihren Granitnachbarn zeichnen sie sich vor allem durch ihren Kalkstein-Untergrund aus, der ihnen einen charakteristischen Charakter verleiht — scharfe Grate, weiße Felswände und eine eigenständige Flora. Die Fläche des Gebirges beträgt 64 km², es handelt sich also um ein relativ kompaktes, aber umso markanteres Gebirgsband.

Der höchste Gipfel der Belianske Tatry ist der Havran mit einer Höhe von 2.151,5 m ü. NN. Interessant ist, dass dieser Gipfel für Wanderer nicht zugänglich ist — und zwar gerade zum Schutz der Natur. Die Belianske Tatry gehören zu den naturkundlich wertvollsten und empfindlichsten Teilen der Tatra, weshalb der größte Teil des Gebirges für den freien Zugang gesperrt ist, was zum Erhalt ihrer einzigartigen Pflanzen- und Tierwelt beiträgt.

Das Gebirge wurde in der Vergangenheit mit vielen Namen bezeichnet — von den Belianer Alpen über die Ždiarer Tatra bis zum deutschen Bélaer Kalkalpen oder dem ungarischen Bélai-havasok — was von seiner Lage an einer historischen Kulturgrenze zeugt. Heute bildet es die malerische Kulisse für den Ort Ždiar und die umliegenden Siedlungen, die ihren Goralen-Charakter bewahrt haben.

Die Belianske Tatry lassen sich vor allem von ihrem Fuß aus, über erschlossene Wege und Aussichtspunkte rund um Ždiar bewundern. Für Besucher bedeutet das, dass sie auch ohne den Aufstieg auf die gesperrten Gipfel das eindrucksvolle Panorama genießen können. Eine Unterkunft direkt in Ždiar oder in den Dörfern unterhalb der Tatra ist ein idealer Ausgangspunkt, um diese ruhigere, aber außergewöhnlich reizvolle Seite der Tatra zu entdecken — kombiniert mit Ausflügen in benachbarte Täler und Resorts.

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